„Das Dorfgespräch“ – Bürger beteiligen sich an Stellungnahme zur geplanten Verlegung der Anschlussstelle A39 und L289

Nachdem eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern von Land- u. Forstwirtschaft, Jägerschaft, Bürgerinitiativen Pro und Kontra sowie Ratsmitgliedern, Gründe für eine weiter nördlich zu verschiebende Abfahrt und Umfahrung um beide Ortseile erarbeitet haben, wurde das Papier im Rahmen einer Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Bevor der Rat eine Stellungnahme per Beschluss auf den Weg bringen sollte, konnten die Bürger auf der Veranstaltung „das Dorfgespräch" ihre Meinungen und Anregungen vorbringen. Das Angebot wurde im Schützenhaus Lessien wieder sehr gut angenommen.

Bürgermeisterin Jenny Reissig informierte die fast 100 anwesenden Bürger aus beiden Ortsteilen über den aktuellen Planungsstand von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und stellte die bisherigen Vorschläge der Arbeitsgruppe vor.

Im Laufe der Diskussionen wurde deutlich, dass eine Diskussion Pro oder Kontra Autobahn zum jetzigen Zeitpunkt eher kontraproduktiv ist und vielmehr die Mitsprachemöglichkeit im Falle des Autobahnbaus zum jetzigen Punkt eher genutzt werden sollte.

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Von allen anwesenden Bürgern wurde deutlich gemacht, dass der geplante Rückbau der alten Trasse L289 strickt abgelehnt wird. Sollte keine Brücke für jeglichen Verkehr gebaut werden, hat die Gemeinde in erster Linie darum zu kämpfen, dass eine direkte Verbindung für Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer zwischen den beiden Orten aufrechterhalten bleibt. Der jetzt schon bestehende und auch überregional genutzte Radweg muss bestehen bleiben. Die Kosten für einen neu zu bauenden Radweg an der neuen Landesstraße könnten eingespart werden und für eine, von Ratsherrn Dirk Fricke vorgeschlagenen Aluminiumbrücke verwandt werden.

Positiv sprachen sich auch die Bürger über den von der Verwaltung vorgeschlagenen nördlicheren Trassenverlauf aus. Bei diesem Vorschlag könnten gegenüber der Planung der Landesbehörde erhebliche Kosten eingespart werden. Es müssten weniger neue landwirtschaftliche Wege gebaut werden, die Beregnungsanlagen wären nur in einem geringen Maß betroffen und die Gemeinde könnte sich auch in Zukunft weiter entwickeln.

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Nachdem die Versammlung die vorgeschlagene Stellungnahme bestätigt hat, beschloss auch der Gemeinderat mit 8 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen, die Forderungen der Gemeinde auf den Weg u bringen.

Es ist geplant, die Stellungnahme und die Unterschriftensammlungen gegen die Enge Trasse L289 und für den Autobahnbau der Landesbehörde die Stellungnahme der Landesplanungsbehörde persönlich zu überbringen. Somit soll die Möglichkeit gegeben werden, dass die Gemeinde ihre Vorstellungen mündlich untermauern kann.

Zusätzlich sollen, mit der Bitte um Unterstützung, die Samtgemeinde, der Landkreis sowie Landes- und Bundespolitiker informiert werden.


2012-04-04

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