Ehra-Lessien gratuliert Giovanna Scoccimarro zur deutschen Mannschaftsgoldemedaille

Giovanna überglücklich über den titelbringenden Wurf.

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Giovanna mit dem hochzufriedenen Bundestrainer Claudiu Pusa.


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Team Deutschland beim Jubeln. Giovanna erste Reihe ganz links.


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Im September 2016  hat Giovanna Scoccimarro an der Europameisterschaft der Junioren teilgenommen.

Einzelturnier 

Zunächst stand das Einzelturnier an. Und Giovanna erwischte ein ziemlich schweres Los. So waren fast alle Favouritinnen im Pool A oder B. Giovanna war im Pool A.
Zunächst hatte sie ein Freilos. Im ersten Kampf stand Giovanna die Vize-Ukrainemeisterin Oksana Perevozniuk gegenüber. Giovanna ging entschlossen zu Werke und konnte ihre Gegnerin bereits nach 46 Sekunden mit einer Kombination aus Uchi-mata (ihre Lieblingstechnik) und O-uchi-gari schließlich werfen. Nun stand Giovanna ein harter Brocken gegenüber. Im Kampf um den Poolsieg hieß ihre Kontrahentin Szabina  Gercsak aus Ungarn. Sie wurde im letzten Jahr Juniorenweltmeisterin in Abu Dhabi, wo Giovanna fünfte wurde.
Doch Giovanna kämpft aggressiv. Nach ca. 1 Minute bekam Gercsak eine Bestrafung und nach weniger als 2 Minuten setzte Giovanna wieder einen Uchi-mata an und konnte damit das Duell für sich entscheiden.

Im Halbfinale wartete die nächste starke Gegnerin. Marie Eve Gahie hat schon viel Erfahrung im Erwachsenenbereich gesammelt und konnte dort bereits zwei Grand Prix (höchstdotierte Turniere) für sich entscheiden. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch. Giovanna bekam nach kurzer Zeit eine Strafe. Wollte den Kampf dann offener gestalten, was die Kampfrichter nicht anerkannten, sodass Giovanna weitere 2 Bestrafungen bekam. So verlor sie den Kampf lediglich nach Bestrafungen und nicht durch einen technischen Vorteil Gahies.


Im Kampf um Platz 3 wartete nun die Drittplatzierte der letzten Juniorenweltmeisterschaft Natascha Ausma aus den Niederlanden auf Giovanna. Gegen sie konnte Giovanna bisher noch nicht gewinnen. Giovanna dazu:"Ich komme mit ihrem Kampfstil bisher nicht klar."
Mit diesem psychischen Rückstand ging Giovanna in das Duell und wurde bereits in den Anfangssekunden für einen Yuko geworfen. Giovanna probierte zwar den Spieß umzudrehen und aktiver zu sein, doch die Kampfrichter gaben Ausma nur noch eine Strafe, sodass für Giovanna lediglich der undankbare fünfte Platz übrig blieb.

Mannschaftswettkampf

Doch lange diesem Ergebnis nachtrauern konnte Giovanna nicht. Am Sonntag wartete bereits der Mannschaftswettkampf. Giovanna war in der Gewichtsklasse gesetzt. Im ersten Kampf hießen die Gegnerinnen die Niederlande. Und so kam es zur Revanche gegen Natascha Ausma. Diesmal konnte Giovanna den Kampf etwas besser gestalten. Zunächst erzielte sie eine Yuko Wertung für einen O-soto-gari und einen Wazari für einen Uchi-mata und konnte Ausma im Anschluss im Haltegriff halten und den Kampf gewinnen, Deutschland gewann 4:1. Im zweiten Kampf waren die Türkinnen die Gegnerinnen. Hier gewann Giovanna ein Sieg nach Bestrafungen gegen Semanur Erdogan und Deutschland gewann 5:0. Im Halbfinale wartete der Titelverteidiger aus Frankreich. Und Giovanna musste wiederum gegen Marie Eve Gahie. Nun gelang Giovanna keine Revanch, wenn doch das Duell erst im Golden Score durch eine Bestrafung gegen Giovanna entschieden wurde. Doch das Team Deutschland gab sich keine blöße und gewann 4:1.


Im Finale warteten nun die Russinnen. Beim Stand von 2:1 für Deutschland konnte Giovanna gegen Madina Taimarzova "den Sack zu machen". Giovanna erzielte auch nach kurzer Zeit einen Ippon für einen O-soto-gari und sicherte damit den Europameistertitel für Deutschland, der Jubel kannte danach kein Ende und das Duell endete schließlich 4:1.


Giovanna zu diesem bewegten Wochenende:"Nach dem ich am Samstag nur den fünften Platz erzielt habe und natürlich enttäuscht war, habe ich mich heute noch mehr über die Goldmedaille gefreut. Es ist ein unglaubliches Gefühl für Deutschland und mit diesem Super-Team zu kämpfen. Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Teil zum Gewinn beitragen konnte. Natürlich habe ich mich auch persönlich gefreut, dass ich endlich mal gegen Natascha Ausma gewinnen konnte. Aber an diesem Tag ist das Team im Vordergrund. Wir haben uns das natürlich alle erhofft. Aber jetzt diese Medaille zu haben ist noch etwas unwirklich. Wir sind alle sehr glücklich!".


2016-09-29

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