Flüchtlinge helfen Flüchtlingen

Flüchtlinge helfen Flüchtlingen

 

Serge Tah kam als Flüchtling von der Elfenbeinküste im August 2015 nach Deutschland und ist inzwischen in Gifhorn heimisch geworden. Er befindet sich im dritten Ausbildungsjahr als Krankenpfleger und hat schnell erkannt, dass Integration scheitert, wenn Flüchtlinge nicht deutsch sprechen und kulturelle Missverständnisse auftreten.

In der Stadt Gifhorn hat er mit Unterstützung der Stabstelle Integration des Landkreises Gifhorn schon ein Netzwerk mit Flüchtlingen aufgebaut und sein Ziel ist es, auch in den weiteren Wohnanlagen des Landkreises Informationsveranstaltungen anzubieten.

Geschult in den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Integration, Leben und Recht wurde er von der Niedersächsischen Organisation „baobab-win“, die vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert wird.

Das Projekt „baobab-win“ dient der Errichtung einer kultursensiblen, ganzheitlichen Begleitstruktur für Schutzsuchende und Zugewanderte – insbesondere aus Subsahara-Afrika – die ihnen in Deutschland bis zur Erreichung der Eigenständigkeit unterstützend zur Seite steht. Dabei ist Frauen-Empowerment ein ganz wesentlicher Bestandteil der Zielsetzung und eine besondere Herausforderung

Auf die Anfrage von ihm, ob es möglich ist, eine Informationsveranstaltung zu Integrationsthemen in Ehra-Lessien anzubieten, wurden ihm sofort vom Förderverein Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team e.V.  die Räumlichkeiten des MOSAIKs angeboten.

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Serge Tah wurde unterstützt vom Geschäftsführer der Organisation „baobab-win“, Herrn Kass Kassadi M.A., der selbst vor 35 Jahren als Flüchtling nach Deutschland kam. Ca. 30 Flüchtlinge aus der Wohnanlage in Lessien folgten der Einladung und konnten nach einem Einführungsreferat von Kassadi ihre Sorgen und Fragen vortragen.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Jenny Reissig, begrüßte diese Gesprächsrunde und berichtete über Erfahrungen mit der einheimischen Bevölkerung und stellte die Arbeit des Fördervereins vor.

Auch Anne-Kathrin Schulze, die für die Betreuung der Kinder in der Wohnanlage in Lessien zuständig ist, freute sich über die Veranstaltung.

Seitens des Fördervereins wurde signalisiert, dass weitere Integrationsthemen wünschenswert sind.

Nach der Diskussionsrunde wurde gemeinsam gegessen. Flüchtlingsfrauen hatten in der Wohnanlage in Lessien gekocht. Fisch, Huhn, Maniok und ein Salat war für alle ein leckeres Mahl und es blieb noch genügend Zeit in lockerer Runde sich auszutauschen.

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2019-03-13

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