Pia Abraham berichtete über ihr entwicklungspolitisches Freiwilligenjahr in Namibia

Die Vorsitzende des Fördervereins, Jenny Reissig, konnte letzten Freitag Zuhörer auch aus anderen Gemeinden begrüßen.

Im Mittelpunkt dieses Abends stand die in Husum (Niedersachsen) lebende 20jährige Pia Abraham, die ein entwicklungspolitisches Freiwilligenjahr in Namibia absolviert hatte.

In ihrem sehr informativen und interessanten Vortrag hatte sie nicht nur Bilder, sondern immer wieder kleine Videofilme eingebaut, die das Leben und ihre Tätigkeiten in Namibia verdeutlichten.

Ihrem Referat voran stellte sie ein Video der afrikanischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, die in Amerika studiert hat und ihre Erfahrungen als dunkelhäutige Afrikanerin schilderte. Die Autorin macht in ihrer Rede deutlich, dass sie festgestellt hatte, dass sie nach einiger Zeit in ihrer neuen amerikanischen Heimat ähnliche Verhaltensmuster und Vorbehalte gegenüber „Fremden“ an sich erkannte, wie sie selbst damals von den Amerikanern erfahren hatte. Ihre Botschaft war, dass jedem Menschen, egal wo seine Wurzeln sind, Anerkennung und Respekt zu geben ist.

Pia Abraham berichtete nach einem kurzen Abriss über die Geschichte von Namibia über ihren 11-monatigen Aufenthalt in den Schulen von Windhoek und Katatura.

Sie lebte in dieser Zeit mit einer weiteren jungen Frau, die gemeinsam mit ihr einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolvierte, in einer kleinen Wohnung bei einem Pastorenehepaar.

In den Schulen unterstütze sie die Lehrer beim Unterricht. War überwiegend für Basteln, Sport und Freizeitgestaltung in den Ganztagsschulen zuständig.

Da es in Namibia keine Schulpflicht gibt und die Eltern dafür bezahlen müssen, schwanken die Schülerzahlen. Sie berichtete, dass die Schule in Katatura wohl mangels Schüler geschlossen werden muss.

Im dritten Teil ihres Referates veranschaulichte sie die Pflanzen- und Tierwelt Namibias. So ziemlich alle Tiere, die wir uns hier so in Afrika vorstellen, hatte Pia Abraham mit sehr schönen Aufnahmen dokumentiert. Die Vegetation ist in diesem Land sehr unterschiedlich. Im Norden gibt es noch viele Flüsse und Seen und dadurch auch eine reiche Pflanzenwelt. In Richtung Süden ist es dann Sand und wenn Pflanzen, dann Bäume.

Referat_Pia_Abraham-20191011.jpg

In der anschließenden Fragestunde konnte sie Antworten geben. Eine kleine Diskussion über weltpolitische Themen folgte.

Festgestellt wurde, dass Pia Abraham, trotz jahrelanger Ausbeutung Namibias durch die Europäer und schlechter Erfahrungen der missionarischen Kirche, sehr positiv aufgenommen wurde.

Hervorzuheben ist, dass sich Pia Abraham auf den Weg gemacht hat und so einen tollen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet hat!

 


2019-10-22

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